BEWERTEN
 

Empty Trash

»Confession«

[Emi / VÖ: 23.11.2007 ]

Text: Peter Flore

Gestatten Sie mir gleich zu Beginn einen Witz: Ich bin noch schnell den Müll rausbringen. Mit etwas Fantasie könnte dieser Satz in den Fluren der Plattenfirma der Berliner Empty Trash gefallen sein, ohne jetzt irgendjemandem zu nahe treten zu wollen. Dabei macht \\"DSDS\\"-Fast-Abräumer Max Buskohl auf dem Debüt seiner Band ja zunächst mal alles richtig, also: muckertechnisch. Ein junges, homogen gestyltes Bandgefüge, eine amtliche Rock-Produktion, und singen kann er auch, klar.


Und da ja bald das Grunge-Revival in der Tür steht, hat sich die früher einmal als Alternative Rock firmierende harte Gitarrenmusik das Up-to-date-Gütesiegel der Guano-Apes-Stiftung redlich verdient. Schade nur, dass diese auf \\"international\\" hochgepimpte Platte in ihren besten Momenten an Nickelback, Linkin Park und Middle-of-the-road-Rock erinnert und in ihren schlechtesten an Toploader (\\"Last Man In The Bar\\").

Oder auch umgekehrt, denn die Ambivalenz der Songs ist wahrlich beeindruckend. Buskohl knödelt sich durch Tracks wie \\"L.A. Queen\\" oder \\"Life's A Tune\\", technisch hochversiert und emotional bankrott. Als Protagonisten für die nächste ZDF-Weihnachtsserie sind Empty Trash aber mehr als hinreichend, denn die Mindestanforderungen an das Rollenprofil Rockband erfüllen sie mit links. Bitte für Echo und Bambi zumindest schon mal vormerken!



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