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Six Nation State

»Six Nation State«

[Jeepster / Soulfood / VÖ: 28.09.2007 ]

Text: Klaas Tigchelaar

Wenn sich heutzutage Bands mit Ska-Musik beschäftigen, geht das meistens unrühmlich in die Hose. Hüpfende Gitarristen, Bläser und karierte Jacken scheinen den jungen Gute-Laune-Aficionados da meist wichtiger, als direkt nach dem Aufstehen ein paar alte Desmond-Dekker- oder Selecter-Platten zu verinnerlichen.


Kann sein, dass Six Nation State aus Southampton/Reading/London das gemacht haben, ist aber nicht belegt und letztlich auch obsolet, denn ihr Sound ist wahrscheinlich die spannendste Neuinterpretation von Ska-beeinflusster Musik, die man in letzter Zeit gehört hat. Es gibt keine Berührungsängste mit britisch-geprägtem Indierock, und mehr als einmal muss man an The Coral denken. Pfiffig wird hier mit Ska, Dub und Dancehall gespielt, Plattitüden werden höchstens gestreift, und sogar Oh-Oh-Oh-Chöre funktionieren in diesem Kontext, ohne dass man gleich ans Fußballstadion denken würde. Wem Ska in den letzten Jahren verleidet wurde, für den haben Six Nation State das richtige Gegenmittel entwickelt.



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