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Enon

»Grass Geysers ... Carbon Clouds«

[Touch And Go / Soulfood / VÖ: 17.10.2007 ]

Text: Christian Steinbrink
[2 Kommentare]

Vielleicht ein ausgelatschter Vergleich, aber er passt: Enon scheinen mit ihrem vierten Album endlich so etwas wie eine Handbremse gelöst zu haben. Während sich gerade der Vorgänger \\"Hocus Pocus\\" noch sehr am durchgeplanten Post-Rock von Toko Yasudas ehemaligen Bands The Lapse und The Van Pelt orientierte, ist auf \\"Grass Geysers ...\\" alles viel abgefahrener, viel euphorischer, viel zwingender. Fast alle Stücke sind poppig und kurz gehalten, aber übersteuert bis zum Anschlag.


Sie sind einfach, laut und auf die effektvollsten Elemente reduziert, und sie strotzen nur so vor Energie. Damit entsprechen sie erstmals dem Eindruck, den man von Enons großartigen Liveshows hatte. Außerdem scheint sich Mastermind John Schmersal seit langer Zeit mal wieder der Errungenschaften seines legendären 1990er-Outfits Brainiac erinnert zu haben, gerade was seine bis aufs Äußerste verzerrten Gitarreneffekte betrifft. Vielleicht ist \\"Grass Geysers ...\\" deshalb nicht so virtuos wie seine Vorgänger, es ist aber trotzdem das beste Album der Bandgeschichte. Denn das, was Enon 2007 machen, scheint genau das zu sein, was sie am besten können und was sie letztlich einzigartig macht.



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  • User: lazy boy
  • lazy boy 21.12.2007 | 20:22:16

    losgelöste handbremsemusik, jaaa, euphorische enonbegeisterung! fast jedes lied für sich gestellt ein nichtgenugvonkriegenkönnender kleiner hit.

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