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Schwervon!

»I Dream Of Teeth«

[Haute Areal / Cargo / VÖ: 12.10.2007 ]

Text: Thomas Markus

Schwervon! schippern im siechenden Anti-Folk-Fahrwasser vor sich hin, und das schon seit geraumer Zeit. Das Projekt von Post-Rrrriot-Girl Nan Turner und Lebensabschnittsgefährte Major Matt war bereits vor Adam Greens Siegeszug durch die hiesigen Breitengrade in der Szene um das Sidewalk-Cafe unterwegs und ist es, wie die aktuelle Veröffentlichung beweist, auch noch nach dem Hype. Der große Erfolg blieb trotz Hartnäckigkeit und zwei furioser Alben auf Francis MacDonalds Shoeshine-Label leider aus. Das mag daran liegen, dass ihr Sound weniger griffig ist als die gut verdauliche Kost des Herrn Green.


Ähnlich wie Regina Spektor in ihren frühen Songs mit ihrer Stimme experimentierte, lebt das Paar ungeniert und mit ungestümer Lust sein Faible für Stilmix und Unvollkommenheit aus. Ein trashiger Folksong steht neben einem lauten White-Stripes-Kracher und reiht sich an einen Lo-Fi-Unicorns-Tune mit tiefen Synthies. Auf den Punkt wird hier nicht gespielt, darum geht es nicht. Es geht ihnen um die Nerdigkeit, wie man sie von Charakteren aus Michel-Gondry-Filmen kennt. Ein wenig neben der Spur, surreal und mit Blick für die Zwischenwelten und Sonderlichkeiten des Alltags, durchaus harmonisch und gleichzeitig schräg. \\"I Dream Of Teeth\\" ist handgemacht, unkonventionell und mit viel natürlichem Charme und Liebe zur Sache entstanden. Das kann man einfach nicht überhören.



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