Maritime
»Heresy And The Hotel Choir«
[GHVC / Indigo / VÖ: 16.10.2007 ]
Text:
Christian Steinbrink
Es fühle sich so an, als ob Maritime gerade ihr erstes Album aufgenommen hätten, wird Dan Didier im Info zitiert. Nun, obwohl der ehemalige Dismemberment-Plan-Bassist Eric Axelson mittlerweile ersetzt wurde und Maritime zum Quartett angewachsen sind, klingt ihre dritte Platte nicht wirklich anders als die beiden davor, sondern bloß ähnlich schön. Eine Spur rauer sind die Songs geraten, aber ähnlich melodiös und erhebend, ohne bemerkenswerte Brüche, mit der für diese Band mittlerweile charakteristischen mitreißenden Catchyness und der hellen und gedrückten Stimme Davey von Bohlens.
Wer schöngeistigen und erfrischenden Gitarrenpop möchte - hier ist er/sie an der richtigen Adresse. Und es ist wahrscheinlich müßig, darüber zu spekulieren, ob Maritime eine Entwicklung hin zu aktuelleren Stilelementen oder in gänzlich andere Richtungen beherrscht hätten oder ob diese ihnen gutgetan hätte. Ich wäre interessiert gewesen. Aber ist es nicht auch mal aller Ehren wert, gesunde Selbsteinschätzung zu bewahren und sich dementsprechend zu verhalten? Einer derart altersweisen Band wie Maritime ist das durchaus zuzutrauen. Außerdem ist's ja auch eine sehr gemütliche Stagnation.
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