Kilians
»Kill The Kilians«
[Universal / VÖ: 05.09.2007 ]
Text:
Sven Kister
Dinslaken, Hype-Town No. 1 im Land. Ganz klar. Eine größere Rolle spielten zuletzt nur noch Meppen, Sandhausen und Hoffenheim. Nun ja, die tollen Bands vom Lande, die gab's schon immer. Eine Zeit lang war die Provinz für deutsche Rockbands sogar richtig schick (zumindest ein bisschen). Slut waren damals die Protagonisten, Readymade und natürlich immer wieder Weilheim. Danach folgten eher öde Jahre fürs Umland, weil alles nach Berlin strebte und zog. Daran ändern auch Kleinstadt-Bands wie El*Ke, Turbostaat, Muff Potter etc. nicht viel. Oder jetzt die Kilians aus Dinslaken. Vielleicht die Entdeckung seit Jonas aus Bad Bentheim.
Die entdeckte seinerzeit Tocos Jan Müller, bei den Kilians war Tomtes Thees Uhlmann dran. Nicht die schlechteste Analogie. Und eine der besten Platten, die jetzt daraus folgert. Ungeschminkter Rock, im besten Sinne jung und unbegradigt und trotzdem nicht vertrottelt pathetisch, höchstens ein wenig naiv. Mehr Spaß macht der aktuelle Boom von Underage England auch nicht.
PS: Ach, an so viel gitarrigem Wonneproppentum wollen wir doch auch noch ein bisschen mehr teilhaben: Unter www.intro.de/blog bloggen die Kilians von ihrer Tour.
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