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Shape Of Broad Minds

»Craft Of The Lost Art«

[Lex / Rough Trade / VÖ: 31.08.2007 ]

Text: Martin Büsser

Ihr HipHop ist geerdet und zugleich weit draußen. Das Kollektiv aus Roc Wun, Jneiro Jarel, Panama Black, Jawaad und Dr. Who Dat? kommt aus den verschiedensten Ecken der USA, von der Westküste bis nach Texas verstreut - bereits lokal lässt sich da keine \\"school\\" ausmachen. Und stilistisch erst recht nicht. Die Experimentierfreude von Anticon hat hier an manchen Stellen abgefärbt, doch trotz verschlungener Samples driften Shape Of Broad Minds nie ins Psychedelische ab. Die Beats und Rhymes geben die Struktur vor und bleiben durchweg beinahe streng \\"old school\\". Um sie herum ranken jedoch die erstaunlichsten Blüten, die von einer intensiven Auseinandersetzung mit sogenannter Black Music zeugen. Mal wird die androgyne Funkiness von Prince eingestreut, mal werden heiß gelaufene Synthies in Funkadelic-Tradition nach vorne gemischt.


Abgesehen vom Intro des Albums erschöpfen sich Shape Of Broad Minds jedoch nicht in einer belehrenden Geschichtsstunde. Auf allzu deutlich wiedererkennbare Zitate oder angestrengten Crossover wird verzichtet, der Flow ist wichtiger als Plattensammlungs-Voyeurismus. Indem \\"Craft Of The Lost Art\\" zwischen den unterschiedlichsten HipHop-Ansätzen oszilliert, die \\"Street\\" und Experiment nicht als Widerspruch begreifen, entsteht ein offener Ansatz, dank dem sich das ganz schön alt gewordene Genre wieder erstaunlich frisch anhört.



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