Talib Kweli
»Ear Drum«
[Blacksmith / VÖ: 17.08.2007 ]
Text:
Martin Riemann
[10 Kommentare]
\\"HipHop's not dead, it was on vacation\\", ist das Credo dieses ungewöhnlich kompakten und dritten Kweli-Albums. Findet das Genre jetzt wieder zu sich selbst? Wenn man \\"Ear Drum\\" und das kommende Common-Album \\"Finding Forever\\" in Betracht zieht, scheint jedenfalls eine bemerkenswerte Reduzierung auf die Tugenden Dynamik, pointiert freigelegte Beats und anschubsender Rap zu beobachten zu sein. Dazu passt auch, dass die Singleauskopplung \\"Listen\\" vom ehemaligen Stevie-Wonder-Protegé und HipHop-Wunderkind Kwamé produziert wurde und viele Hits mit rein sampleorientierten Producern wie Pete Rock (der mit \\"Holy Moly\\" direkt in Richtung Magengrube geht), Madlib und dem erstaunlichen KanYe West angefertigt wurden.
Kweli stellt sich hier mit seinen eloquenten Raps ganz in den Dienst des Bewegungsapparates und kommt auf der Suche nach dem perfekten Beat auch mit Giganten wie KRS-One klar. Ob es nun stimmt oder nicht, dass er für den \\"real HipHop\\" steht, er behauptet es jedenfalls mit einiger Überzeugungskraft.
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Legalman 03.09.2007 | 18:55:50
Rotweintrinker
Dieses Gepose vom "real Hip Hop" ist mir ja wumpe.
Schöne Platte ist das aber, das ging ja auch schon schlechter beim Herrn Kweli.
Legalman 04.09.2007 | 14:32:16
Rotweintrinker
nö, aber bei dir :-)
Andre__Bijan 13.09.2007 | 21:57:54
Talib Kweli, Black Star, Mos Def, A Tribe... und wie sie nicht alle heissen aus dem Native Tongues-Büdnis kann man mittlerweile überhaupt nicht mehr ernstnehmen, oder in manchen Fällen einfach nur verachten. In den frühen 90ern ging das ja vielleicht noch, als sich das als angenehme Alternative zum Gangster Rap anbot. Heute ist das mit dem Jazz-Rap und dem Conscious- und Community-müll in der Endlosschleife nur noch peinlich bis unerträglich, gerade wenn man sich Leute wie Mos Def auf youtube anschauen kann (der ja spätestens seit der Kollaboration mit Immortal Technique) wie er sich komplett zum Idioten macht.
Von Talib Kewli kommt da auch nicht sonderlich besseres, wenn es um geistige Ergüsse in textlicher Form geht.
zur Demontage gehts hier lang:
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mistawill 13.09.2007 | 22:34:21
das ist wirklich unerträglich und verdammt dumm, ja. macht einen etwas traurig, wenn die helden der jugend sich derart zum deppen machen.
würde aber sagen, dass nicht nur in den frühen, sondern vor allem auch in den späten neunzigern sehr viel gutes aus der conscious-rap-ecke (ich mag den begriff eigentlich nicht, aber okay...) kam. all die schönen sachen auf rawkus, the roots, common und co. haben mir damals wirklich viel freude bereitet.
Andre__Bijan 13.09.2007 | 23:30:19
Überhaupt kein Problem. Ich habe dann lieber keinen einzigen Helden. Aber man fühlt sich auch bestätigt, wenn Leute wie Chimpie ihren "real hip hop" verteidigen, ganz abgesehen davon wie ultra peinlich es ohnehin ist, eine Musikrichtung oder zu verteidigen.
Freude kann und sollte das nicht für jeden für immer machen.
Andre__Bijan 13.09.2007 | 23:33:22
Überhaupt kein Problem. Ich habe dann lieber keinen einzigen Helden. Aber man fühlt sich auch bestätigt, wenn Leute wie Chimpie ihren "real hip hop" verteidigen, ganz abgesehen davon wie ultra peinlich es ohnehin ist, eine Musikrichtung zu verteidigen.
Freude kann und sollte das nicht für jeden für immer machen.
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