Jackson Analogue
»And Then ... Nothing«
[Gap / Groove Attack / VÖ: 25.06.2007 ]
Text:
Heiko Behr
Eine alte britische Tradition: schwarze Bluesmusiker aus den USA abrippen. Die Rolling Stones sind da natürlich Role-Models. Ob es auch für Jackson Analogue irgendwann bestickte Jeansjacken, VW-Modelle und Ritterschläge von der Queen hageln wird? Sänger Rob Holmes röhrt auf dem Debütalbum wie ein Chris Cornell zu Soundgarden-Zeiten, die Hammondorgel schiebt, der Beat treibt die Songs an. So könnte man es verstehen. Oder aber: Sänger Rob Holmes verwechselt kratziges Schreien mit Emotion, die Hammondorgel nervt ungemein, der Beat kennt kaum Variation. Vielleicht hat Produzent Head (Massive Attack) allzu sehr eingegriffen.
Die galligeren Songs funktionieren nämlich tatsächlich in einem etwas trashigen Garagenkontext. Allzu abgeschliffene Sound-Texturen hingegen streichen dann heraus, was man irgendwie ahnt: Es hapert schlicht am Songwriting. Da kann die dräuende Hammondsoße auch nichts mehr binden. Wann gibt es eigentlich endlich ein Credence-Clearwater-Revival-Revival?
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