Fog
»Ditherer«
[Lex / Rough Trade / VÖ: 17.08.2007 ]
Text:
Ulf Imwiehe
Glaubt man der Promotion, so handelt es sich bei Fog um die künstlerisch wertvollste Rettung der elektrischen Gitarre seit mindestens Radiohead. Aber in der Pop-Verwertungskette sind Manowar ja auch eine authentische Band und Linkin Park radikale Innovateure. Im Falle von Fog aus Minneapolis, USA haben wir es angeblich mit Avantgarde-Rock'n'Roll zu tun. Dabei ist das Trio weder das eine noch das andere. Was hier mit der Worthülse \\"avantgardistisch\\" bemüht E-musikalische Weihen erhalten soll, haben Dutzende ähnlich agierende Künstler bereits wesentlich spannender inszeniert. Und so richtig die Rawk-Sau lassen Fog auch nie raus.
Dennoch ist ihre Mixtur aus versponnenem Prog, folkigen Grübeleien und zuckerschnutigem Indie-Pop, abgeschmeckt mit mal knispeligen, mal altbackenen Electronica-Einsprengseln, durchaus gefällig. Gelegentlich gibt man sich zwar betont verstiegen und stellt den gedankenschweren Dichter aus, macht aber nix, solange die Musik so schlau und dabei unauffällig perlt. Schließlich will man ja niemandem wehtun.
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