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DJ Alibi

»One Day«

[Tres / Rough Trade / VÖ: 10.08.2007 ]

Text: Martin Riemann

\\"I hope the Russians love their children too\\", hat der komplett gehirnamputierte Sting 1985 für seinen Hit \\"Russians\\" während des Kalten Krieges getextet, als ihm der Arsch auf Grundeis ging, dass der Iwan die goldenen Armaturen seiner funkgesteuerten Badewanne klauen könnte. Ein Jahr später wurde Mikhail Galkin a.k.a. DJ Alibi in Moskau geboren. Und hier war definitiv Liebe im Spiel, Sting, ob du es glaubst oder nicht. Erst bekam der Junge eine Geige, dann ein Klavier, dann eine Trompete, dann einen Bass und dann eine Gitarre. Als er mit zwölf den ganzen Krempel wahrscheinlich im Schlaf beherrschte, zog seine Familie nach Toronto, und er bekam den König aller Instrumente - zwei Plattenspieler.


Unter diesem Gesichtspunkt ist es vielleicht weniger verwunderlich, wie extrem geschmeidig das Debüt des 21-jährigen Tres-Records-Zöglings klingt. \\"One Day\\" ist ein knapp 50 Minuten schweres Filetsteak, das zu 70 % aus Easy-Listening- und Jazz-basierten Instrumentals besteht, die bei oberflächlicher Wahrnehmung zunächst stark nach entspannter Cocktailparty klingen dürften. Was das Album aber letztendlich darüber hinaushebt, sind seine bemerkenswert stilsichere Architektur und das Wissen um den richtigen Beat. So wird sich dieser Mann garantiert noch den einen oder anderen Barren Gold verdienen. Featuring Bamboombox, Insight & Giant Panda.



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