BEWERTEN
 

The Coral

»Roots & Echoes«

[Deltasonic / Red Ink / Rough Trade / VÖ: 14.08.2007 ]

Text: Christian Wessels
[3 Kommentare]

Wenn Bands von Neuanfängen erzählen, versuchen sie meist, ihre Fans und nicht zuletzt sich selbst davon zu überzeugen, dass das letzte Album doch nicht alles gewesen sein kann, dass da noch mehr geht. Auch Coral-Frontmann James Skelly, gerade zarte 26 Jahre alt, bilanziert melodramatisch: \\"When you almost lose everything, you don't take it for granted any more.\\" Er meint es offensichtlich ernst, er meint den Aus- und Einstieg von Gitarrist Bill, Drogenprobleme und den Ausverkauf der eigenen Supersingle \\"In The Morning\\". Für \\"Roots & Echoes\\" haben sich die sechs Westengländer wieder zusammengerauft und ihren Graskonsum reduziert: Leichter und zielgerichteter klingen die Aufnahmen, die zum größten Teil in Noel Gallaghers Studio entstanden sind.


Wie immer schwingen die 60s, die Doors, die Isley Brothers. Auf einigen Stücken bricht dazu der Northern Soul sehr angenehm durch. \\"Zeitlos\\" möchte die Band klingen. Tut sie auch, im besten und unpeinlichsten Sinne. Auch textlich hat Skelly mittlerweile einen guten Mix gefunden, orientiert am richtigen Leben: Er singt über Beziehungen, Einsamkeit und seine Großmutter.



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