Aril Brikha
»Ex Machina«
[Peacefrog / Rough Trade / VÖ: 27.07.2007 ]
Text:
arno raffeiner
[1 Kommentar]
Erfolg ist eine schwere Bürde. Davon kann Aril Brikha bestimmt die eine oder andere Synthiemelodie pfeifen. Denn nach wie vor wird der schwedische Produzent vor allem dafür gerühmt, dass er vor Jahren mit seinem auf Derrick Mays Label Transmat veröffentlichten Album \\"Deeparture In Time\\" Detroit Techno aus europäischer Perspektive quasi neu erschaffen hat. Er selbst aber kämpfte seit diesem unerwarteten Durchbruch gegen eine kreative Blockade. Tatsächlich hat Brikha diesem Meilenstein in seiner Karriere bis jetzt kaum etwas folgen lassen, und mit \\"Ex Machina\\" führt er nun leider vor, dass man seine, natürlich auch an festgefahrenen Klischees orientierte Vision des Detroit-Sounds durchaus auch zu konsequent verfolgen kann. Die Tracks wirken wie gefangen in einem Korsett ihrer eigenen Erwartungshaltung.
Elf epische Stücke lang wiederholt Brikha die immergleichen soliden Rhythmen und euphorischen Arpeggios, alles satt Bass-unterfüttert und so makellos produziert, dass sich die Tracks in jedem Progressive-House-Set ganz wunderbar machen würden. Die Trance übernimmt die Regler, und oft scheint Zauberlehrling Brikha selbst nicht recht zu wissen, wie er aus diesen wie ferngelenkt ablaufenden Geistertracks wieder aussteigen und ein Ende finden soll.
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Kommentare
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boings 17.02.2010 | 01:53:57
was für ein bullshit.
das korsett ist gewählt und perfekt ausgearbeitet. ich hör die scheibe seit über einem jahr so oft wie kaum eine andere, detroiter eingeschlossen,die mit gewollter originalität stellenweise einfach den fokus und spirit verlieren. das passiert hier nie und das ist keinhandicap, sondern eine gleichförmige wohltat. war das debut schon gut, ist das hier einfach super. dass man aber als journlist beim nach oben holen im prinzip nur darauf wartet, baldmöglichst nach unten zu drücken, geschenkt. es soll ja alles zügig verwertet werden.
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