BEWERTEN
 

To My Boy

»Messages«

[Abeano Music / XL Recordings / Indigo / VÖ: 17.07.2007 ]

Text: Roland Wilhelm

\\"Plagiarism\\" hieß das Album der Sparks von 1997, auf dem sie selbst und viele andere Künstler ihre bekanntesten Stücke in modernerem Soundgewand neu interpretierten, aber der Titel würde auch gut zum Album \\"Messages\\" der Liverpooler Combo To My Boy passen, denn ein infamerer Sparks-Rip-off ist mir bisher nicht zu Ohren gekommen. Darüber könnte man sich im Grunde aufregen - wenn To My Boy nicht so viel geiler abliefern würden als kürzlich die Sparks mit ihrem eher symphonischen, äh, fast hätte ich Alterswerk gesagt. Die beiden gerade erst dem Teenager-Alter entflohenen Briten brennen auf ihrem Debütalbum ein Tischfeuerwerk an arschtretenden, breitwandig produzierten Uptempo-Electropop-Hits ab, wie es zuletzt bloß Lo-Fi-Fnk zustande gebracht haben.


In ihrer verschrobenen 8-Bit-Commodore-Welt lassen die Jungs aber auch gitarrenlastige Stücke zu, die man lustigerweise am ehesten mit Maximo Park vergleichen könnte. Vielleicht macht das auch nur die Stimme, aber zusammen mit der Devo'schen Hysterie des Duos gibt das einen Sound, den man kaum für möglich gehalten hätte, der aber irgendwie ganz schön schlüssig ist und laut Infozettel \\"klingt wie Zukunftsmusik, wie man sie sich in den 80er-Jahren vorstellte.\\" Passt. Aber so was von hervorragend.



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