BEWERTEN
 

The Shadow Project

»A Beauty To Fight For«

[Nr One / Indigo / VÖ: 17.07.2007 ]

Text: Christian Steinbrink

Manche initiieren ein Projekt und erarbeiten damit eine vorher konkret umrissene Zielvorgabe. Andere verstehen den Projektgedanken so, sich kreativ in ein Betätigungsfeld gehen zu lassen und zu sehen, in welche Bahnen sie der Arbeitsprozess führt. Das Shadow Project aus Suffolk arbeitete offensichtlich nach letzterer Variante. Auf \\"A Beauty ...\\", dem sehr schönen Debüt des Quintetts, führte ihre ungezügelte Kreativität letztlich dazu, dass irgendwie alles abgebildet ist, was jemals Post-Rock genannt wurde. Ausgehend von den ersten Stücken, die noch einen beatlastigen und tanzbaren Charakter haben und an so was wie Ms. John Soda erinnern, entwickelt die Platte im weiteren Verlauf zunächst majestätische Gitarrenwälle wie von Mogwai oder Explosions In The Sky, um dann bei verträumten Ambientteppichen zu landen, wie sie Tristeza oder Rothko wenigstens phasenweise spielten.


Die meisten dieser Facetten sind sehr gekonnt umgesetzt, und es liegt wohl im Geschmack des Einzelnen, zu entscheiden, ob diese Vielfalt eher Krux oder Segen bedeutet. Über allem steht ein Ansinnen auf Erhabenheit und volle Arrangements, sodass in der Rezeption schon der Gedanke aufkam, dass Shadow Project schlicht die nächsten Pink Floyd seien - das wäre allerdings gruselig.



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