Windmill
Puddle City Racing Lights
[Grönland / Rough Trade / VÖ: 18.05.2007 ]
Text:
Klaas Tigchelaar
Wer schon immer Schwierigkeiten hatte, sich an Daniel Johnstons Sesamstraßen-Sopran zu gewöhnen, für den ist die krächzig-hohe Kermit-Stimme von Matthew Thomas Dillon alias Windmill sicherlich erst recht kein Vergnügen. Dabei kann die Musik drum herum durchaus punkten, opulent und ausgefuchst kommen die orchestralen Arrangements daher. Der 26-jährige Brite hat genau wie Johnston mit schrubbeligen Vierspur-Aufnahmen angefangen, für sein Debüt durfte er nun im Studio alle Register ziehen und tastet sich mit einigem Pomp an Flaming Lips und Polyphonic Spree heran. Großes Schlagzeug, donnernde Klaviere, Chöre und Melodien galore. Geklotzt wird, wo noch was hinpasst und es am Ende leicht entrückt klingt. Dafür leiert Dillon die gefühlte Inbrunst im Falsett bis in die höchsten Lagen, dort, wo nur noch tonlose Luft entweicht. Wer sich daran nicht stört, dem öffnet Windmill die Tür zu einem Universum voller melancholischer Klangteppiche, alle anderen werden wohl am Timbre verzweifeln.
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