Monostars
»Neobagism«
[Arg&Loud / Broken Silence / VÖ: 27.04.2007 ]
Text:
Christian Steinbrink
Was wohl alles aus den Monostars hätte werden können, wenn sie nur zur rechten Zeit nach Hamburg, Köln oder Berlin gegangen wären? Aufmerksamkeit, auch über Indie-Checkerkreise hinaus, wäre ihnen sicher gewesen. So aber machten sie immer den Eindruck des hochtalentierten, jedoch schmutzigen Stiefkindes. Und das nur, weil sie im eigentlich so geleckten München blieben. Jedenfalls ist ihr Album ähnlich gescheit zitathaft, ähnlich harmonisch und doch widerständig wie ihre früheren Werke. Ihre Verweise sind etwas expliziter geworden, ihre Fixierung auf die Flowerpornoes ist in einzelnen Stücken Anleihen an Mutter oder der Sprache des jungen Distelmeyer gewichen, aber trotz dieses vermeintlich ausgelutschten Kontextes ist „Neobagism“ zwingend, zwingend gut wie immer. Maximal sind die Stimmungen ihrer Songs etwas vielfältiger als früher. Und um mit einem bisschen Gossip zu enden: Sie haben jetzt einen der Rosenheim-Cops aus dem ZDF als Schlagzeuger. Vielleicht bringt der ja ein paar neue Fans mit.
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