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Isolation Years

»Sign Sign«

[Stickman / Indigo / VÖ: 27.04.2007 ]

Text: Martin Riemann

Ach, die Isolation Years. Ihr 2005er-Album „Cover The Distance“ gehört bereits jetzt zu den besten Popplatten des noch jungen Jahrhunderts. Diese Melodien vergisst man nie wieder. Trotzdem wohnen sie immer noch in ihrem beschaulichen Hardcore-Dorf Umea in Nordschweden und basteln dort weitere Meisterwerke zusammen. Dabei ruft „Sign Sign“ durchaus angenehme Erinnerungen an den Vorgänger hervor, vor allem, was die Stimmung angeht, die sich immer zwischen Euphorie und Trauer bewegt. Die Arrangements sind diesmal allerdings etwas satter und nuancenreicher geworden, was den neuen Longplayer erst mal verschlossener wirken lässt. Das heißt aber nur, dass es diesmal ein weniger länger dauern wird, bis man mit „Sign Sign“ Freundschaft geschlossen hat. Großer Pop. Hier mal drei Fragen an Jakob Nyström:



Ihr habt einen hohen Wiedererkennungswert. Vor allem wegen der Stimmung, die eure Songs transportieren. Kannst du was zu dieser Stimmung sagen?
Diese Stimmung entsteht immer dann, wenn wir fünf zusammen Musik aufnehmen und sich meine Stimme in die Songs mischt. Außerdem stehen wir alle eher auf Moll-Akkorde. Plus: Wir haben gleich drei begabte Songschreiber in der Band.
Apropos Songs schreiben. Was braucht ein Song deiner Meinung nach, um wirklich groß zu sein?

Um es mal ganz einfach auszudrücken: Ein Song braucht eine gute Melodie, eine Hook und wenigstens ein paar anständige Textzeilen. Außerdem muss er etwas Persönliches beinhalten. Etwas, das den Zuhörer mit dem Interpreten in Verbindung bringen kann – und das sein Interesse weckt.
Um welche Form von „Business“ geht es in dem Song „Sign Sign“?
Es geht um das Business, bei dem wir alle mitmachen. Nämlich, dass man ständig auf ein Zeichen wartet. Es ist ein gefährliches Geschäft, weil es einen passiv werden lässt. Aber es kann auch positive Seiten haben: Bleib hungrig, während du wartest!



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