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The Kissaway Trail

»The Kissaway Trail«

[Bella Union / Coop / Rough Trade / VÖ: 11.05.2007 ]

Text: Christian Steinbrink

Es bedarf gar nicht so vieler Leute, um so einen orchestralen Irrsinn wie Polyphonic Spree hinzukriegen. Das bewiesen schon Mercury Rev ganz am Anfang der digitalen Revolution. Und auch The Kissaway Trail aus Dänemark stellen auf ihrem Debütalbum mit ordentlich Hall und anderen Effekten diesen Beweis an, und das nur zu fünft. Wie wir wissen, wird Ambition solcherart heute gerne mal mit einem Plattenvertrag belohnt, und Kissaway Trail mussten auch gar nicht lange warten, bis Bella Union anbiss. Ihr Album klingt dementsprechend gekonnt nach den wunderlich-surrealen Amerikanern, aber auch nach einem nicht geringen Anteil britpoppige Schmalzigkeit a.k.a. große Geste. Vor allem der sehnig-helle, etwas pathetische Gesang von Thomas Fagerlund verstärkt diesen Eindruck. Dabei tritt die Band jedoch nicht in die Fallen einer nach Hits lechzenden Einförmigkeit, sondern packt immer wieder die eine oder andere Idee mehr in ihre Songs. Dadurch wird die Platte im Ganzen zwar nicht zum nächsten zwingenden Evolutionsschritt, ist aber doch den meisten stilistisch ähnlich gelagerten Briten ein gutes Stück voraus.




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