BEWERTEN
 

The Fucking Champs

»VI«

[Drag City / Rough Trade / VÖ: 05.04.2007 ]

Text: Ulf Imwiehe

So schön kann Zeitsparen sein. Mal eben durch den gesamten Katalog an schwerblütigen Thin-Lizzy-Gitarrenharmonien, Cartoon-Hardrock à la Ween und krautigem Gefriemel hören, den die Plattensammlung so hergibt, muss dank The Fucking Champs nämlich nicht mehr Tage und Wochen dauern – einfach ihr neuestes Album eingeschmissen, alle Regler auf elf gedreht und sich als Schnauzbart-Model mit Uriah-Heep-Tattoo überm Schambein neu erfinden oder meinetwegen auch wiederentdecken. Das furiose Instrumental-Trio aus den Vereinigten Staaten klingt dabei so schrecklich speckig und bollerig wie wundervoll verdaddelt und bedeutungsschwanger und tritt mit ordentlich Power und wissend schmunzelnd sämtliche Mitanbieter aus dem Spannungsfeld von Riff-Drama und Artrock in den Staub. Und so soll das sein. Denn The Fucking Champs sind eben einfach die fucking Champs in ihrem Metier.




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