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31Knots

»The Days And Nights Of Everything Anywhere«

[Polyvinyl / Cargo / VÖ: 19.03.2007 ]

Text: Christian Steinbrink

Es war noch nie leicht, über die 31Knots zu schreiben. Weil sie im Laufe ihrer Platten jede aufkeimende Tendenz postwendend wieder vernichten, zum Beispiel. Oder weil ihre Musik immer nach großer Ambition klingt, ohne die Zielrichtung wirklich durchscheinen zu lassen. Wie dem auch sei, es gibt gute Gründe, anzunehmen, dass die Portland-Band mit ihrer neuen Platte den zuvor schon bearbeiteten Bigger-than-Life-Entwurf noch einmal auf die Spitze treiben wollte. Denn “The Days ...” besteht in der Tat aus einem Overkill an Eindrücken, einer spannender und substanzieller als der andere. Sie haben ihre irgendwie als Post-HC benennbare Musik wieder in alle möglichen dramatischen Richtungen ausgedehnt, haben Erzählungselemente einbezogen, haben ihren Stil, der irgendwo in der Weite zwischen Fugazi, Trail Of Dead und den Flaming Lips verortbar ist, als Referenz und Maß für alle Nachkommenden in das Gefüge Pop eingemeißelt. Es gibt Momente, in denen diese Platte klingt, als wäre sie die beste Rockoper der Welt. Kein Witz. Und was man schon über ihren Vorgänger “Talk Like Blood” sagen konnte, gilt auch hier: Es werden sich im weiteren Verlauf des Jahres kaum Alben finden, die aufregender, unterhaltsamer und innovativer nach Rockmusik klingen. 31Knots sind es wert, endlich ganz groß zu werden.





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