BEWERTEN
 

The Affair

»Yes Yes To You«

[Absolutely Kosher / Cargo / VÖ: 23.02.2007 ]

Text: Christian Steinbrink

Eigentlich ist es ganz einfach: The Affair sind eine reinrassige Genreband, die sich der Stilart verschrieben hat, die um 1980 von Bands wie Blondie an der Schnittstelle zwischen Punk und Wave etabliert wurde. Dazu kommen sie auch noch aus – New York. Vieles ist damit klar, wer etwas mit der genannten Referenz anzufangen weiß, wird die Band mögen, Leute, die andere Musiken präferieren, hören woanders zu. Aber achten wir einmal auf die Nuancen: Da wäre zunächst einmal The Affairs Konterkarierung des eigenen Bandnamens. Ihre Musik wirkt ganz und gar nicht so, als würden sie es auf große Eskapaden und wilde Bühnenperformances anlegen. Den neuen Weg der Ausgelassenheit, den New-York-Wave-Punk mit Protagonisten wie den Yeah Yeah Yeahs beschritten hat, gehen The Affair nicht mit. Überhaupt wirken sie sehr klassisch und stilbewusst, ihre Verehrung für die Originale ist offensichtlich. Das Gute daran ist, dass dadurch nichts von eventuellen Qualitäten und Schwächen der Songs ablenkt. Dieser glasklare Durchblick lässt das Urteil zu, dass die Stücke keinesfalls Schnellschüsse, sondern mit einer ordentlichen Halbwertszeit ausgestattet sind. Dazu passt auch, dass die Stimme von Sängerin Katie Holloway so deutlich nach Debbie Harry klingt wie kaum jemand zuvor. Vorhin las ich, dass The Organ sich gerade ausgelöst haben. Und so schade das auch ist – mit The Affair steht ein Nachfolger mit ganz ähnlichen Zielen schon bereit.




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