The Eternals
»Heavy International«
[Aesthetics / Al!ve / VÖ: 23.02.2007 ]
Text:
Felix Scharlau
“The Mix Is So Bizarre” heißt der Opener des dritten Albums von The Eternals. Und mal ganz ehrlich: Wenn auf einer Tür “Vorsicht Löwe!” steht, wie bitte schön kann man dahinter allen Ernstes etwas anderes als eben einen Löwen erwarten? Na, sehen Sie. Deshalb: “The Mix Is So Bizarre” ist natürlich der beste, bizarrste, energiegeladenste CD-Opener der letzten Monate. Eine hysterisch gebrüllte Ode an The Minutemen, Mad Professor und – dank gehetzter Bläser – irgendeinen 60s-B-Movie-Soundtrack. Und das alles zur gleichen Zeit. Ein Aufschlag, mit dem das Chicagoer Trio um den mal grölenden, meist aber dünn-kopfstimmigen Damon Locks die Messlatte für sein Post-Dance/Post-Hardcore/Post-Irrenanstalt-Werk verdammt hoch legt. Bisweilen zu hoch. Denn selbst im Rahmen postmodern-abgesegneten Mauerfalls zwischen Song, Track, Punk, Dub, Dancehall und DJ-Culture ist dieses Album bei all der dadurch legitimierten Ausgefranstheit auf Länge für meinen Geschmack doch etwas zu ausgefranst. Aber genau hier keimt gleichzeitig Lob auf: The Eternals scheren sich einen Dreck um die Funktionalität ihrer Stücke in jedwedem Zusammenhang von Musikhören, -verstehen oder -erleben. Darin und dadurch funktionieren sie ganz hervorragend.
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