Pop Levi
»Return To Form Black Magick Party«
[Ninja Tune / Rough Trade / VÖ: 09.02.2007 ]
Text:
Sascha Seiler
[3 Kommentare]
Wer immer noch den hyperkreativen Prince der späten 80er-Jahre vermisst, dem kann Pop Levi behilflich sein. Die Ästhetik seines Albums zumindest ist eine deutliche Verneigung vor dem amerikanischen Kollegen. Und nicht nur das: “Return To Form Black Magick Party” ist ein recht subversives, weil kaum zu kategorisierendes Stück Bastard-Pop. Anfangs glaubt man noch an ein kleineres Glam-Revival, so deutlich wird hier der Marc Bolan ausgepackt, so lüstern stampfen die Rhythmen zur Stakkato-Gitarre. Aber Pop Levi möchte mehr; eigentlich möchte er alles. Wenn man ihn mit Prince vergleicht, kommentiert er dies genau richtig, nämlich, dass dieser zwar sein großes Vorbild sei, er aber ganz anders klänge. Was der kleine Mann aus Minneapolis mit der Funk- und Soulgeschichte angestellt hat, unternimmt nun Levi mit der Rock-, Pop- und Bubblegum-Geschichte: Dekonstruktion und mühseliger Wiederaufbau. Er selbst sieht seinen Haupteinfluss nicht bei Musik, Film oder Ähnlichem, sondern in der Architektur und der Mathematik. Und natürlich ist das Album ein kühl konstruiertes Artefakt, das ein wenig zu geplant und bemüht wirkt, aber ist das so schlecht? Kunstvoll und mit viel Liebe zum Detail öffnet Levi Räume, baut Soundwände auf, lagert Klänge übereinander. Und vergisst dabei weder die Melodie noch den Rhythmus. Manchmal anstrengend, aber immer lohnend.
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haru_specks 28.03.2007 | 23:28:04
shine on
dolle scheibe. rotziger glitzerglam, an bolans zitzen großgezogen. schüttel dein haar.
Olai 29.03.2007 | 00:12:43
Zeltparanoiker
Anfangs großartig, nach hinten raus zunehmend nervig. Mindestens zwei super Songs sind aber drauf.
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