Nas & Young Jeezy
»Hip Hop Is Dead & The Inspiration«
[Def Jam / Universal / VÖ: 19.01.2007 ]
Text:
Uwe Buschmann
Neben Ghostface noch ein unverhofft erfreuliches Wiederhören mit einem Freund, an den niemand mehr so richtig glauben konnte. Das einstige Rap-Wunderkind Nas, das mit seinen ersten beiden Alben HipHop-Geschichte schrieb, kann tatsächlich noch mal mit einem kompletten Album überzeugen. Vielleicht liegt es an Producern wie L.E.S., Scott Storch, Will.I.A.M, KanYe West oder Dr. Dre, die natürlich dafür sorgen, dass auch wirklich nichts schiefgehen kann. Obwohl man sich bei dem Titelsong “Hip Hop Is Dead” mit dem expliziten “In A Gadda Da Vida”-Sample schon mal fragt, ob der gute Nas 2006 tatsächlich noch irgendeine Straße verkörpern kann. Oder ob er sich selbst schon eher eingereiht sieht in Listen wie: Nelly Furtado, Justin Timberlake oder Fergie.
Weiter im Text: “The Inspiration”. Das Erstaunliche an diesem Album ist nicht die Erkenntnis, dass Young Jeezy den Karrierestep vom Dealer zum Rap-Star endgültig geschafft hat, sondern gewisse HipHop-Moves immer noch funktionieren. Denn dass er mit seinem Zweitling den HipHop neu erfinden würde, stand ohnehin nicht zu erwarten. Alles läuft. Bloß wohin? Ein paar massive Beats und ein schwerer Junge hinterm Mikrofon als alleiniges Erfolgsrezept, das ist bei allem Prunk und Protz irgendwie arm.
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