BEWERTEN
 

Weird Al Yankovic

»Straight Outta Lynwood«

[SonyBMG / VÖ: 24.11.2006 ]

Text: marco fuchs

Das musikalische Leben von Alfred Matthew „Weird Al“ Yankovic ist mit dem Wort „grotesk“ noch vorsichtig beschrieben. Verballhornungen von Rock-Klassikern, die er vor begeistertem Publikum auf dem Akkordeon gespielt hat, sollen der Startschuss gewesen sein. Doch bei allem, was Weird Al betrifft, sollte man mit definitiven Aussagen vorsichtig sein. Schließlich gibt es wohl keinen Künstler, unter dessen Namen so viele Fake-Stücke kursieren wie unter dem des 46-jährigen „Music-Comedians“. Zu dieser Sagen-Geschichte passt natürlich die chronische Erfolglosigkeit in seiner 25-jährigen Historie (von den heute noch gerne zitierten „Fat“- und „Eat It“-Hits mal abgesehen). Doch plötzlich kommt das 13. Album, und alles ist anders: Top-10-Einstieg in die Billboard-Charts. Warum gerade jetzt? Auch das wohl eine Ironie der Geschichte, denn „Straight Outta Lynwood“ bietet nichts, was Yankovic nicht schon seit Ewigkeiten macht bzw. besser gemacht hat: Parodien auf Green Days „American Idiot“, R.Kellys „Trapped In The Closet“ usw. Dazu natürlich seine berüchtigten (und wahrhaft Schmerzen erzeugenden) „Polkaramas“. Humor ist, wenn man durchhält. Sparten-Relevanz in höchstem Maße, aber die Themen, die Yankovic parodiert, funktionieren diesseits des großen Teiches nur bedingt.




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