Sunn O))) & Boris
»Altar«
[Southern Lord / Soulfood / VÖ: 17.10.2007 ]
Text:
andreas schnell
[8 Kommentare]
Titanen der Langsamkeit treffen aufeinander: Sunn O))) führen mit Konsequenz und Weitsicht fort, was die Melvins auf „Lysol“ und Earth begannen, Boris sind ihre japanischen Geschwister im Geiste. Deren „Absolutegot“ konnte es hinsichtlich Schwere und Düsternis mit dem Werk von Sunn O))) aufnehmen wie sonst nur weniges. Gipfeltreffen also. Und um nicht unvollständig zu wirken, haben die Götter auch Joe Preston eingeladen, jenen Mann, der zu „Lysol“-Zeiten bei den Melvins Bass spielte und seit Jahren zum Umfeld von Sunn O))) zählt. Dessen ehemalige Earth-Kollegen Steve Moore und Dylan Carlson sowie eine Handvoll andere durften ebenfalls an diesem denkwürdigen Ereignis teilhaben. Überraschend vielleicht, dass sogar Kim Thayil von Soundgarden als Fan zum Mitarbeiter wurde. Angesichts der schier erdrückenden Macht der Hauptakteure, der musikalischen Hauptmasse, bleibt ihnen allen indes nur wenig mehr übrig, als sich dem Mahlstrom zu fügen und ihm subtile Facetten zuzufügen. Jesse Sykes darf in „The Sinking Belle (Blue Sheep)“ über einen morbiden Zeitlupen-Rock à la neuere Earth hauchen, in „Akuma No Kuma“ kommen schwere Blasinstrumente zum bombastischen Einsatz. Der Rest ist dann schon eher pure Doomness, wie wir sie auf früheren Alben von Sunn O))) lieben lernten. Wie sie zärtlich ihre Gitarren streicheln und diese erhabenen, mächtigen Drones dabei herauskommen, ist schon eine Schau.
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mistawill 10.12.2006 | 18:28:11
schönes album. mir geht ja bei sunn o))) platten der gesang (grunz) immer ziemlich auf die nerven. das hier ist aber ganz wunderbar geworden. vor allem "akuma no kuma" ist ein gigant.
nanker 11.12.2006 | 03:11:55
sunn o))) und gegrunze *häh*
hir doch mal die erste platte von denen 00void, da gibts nirgends gegrunze, nur endlose, wabernde brummende montonie
nanker 11.12.2006 | 03:12:07
hör
mistawill 11.12.2006 | 03:40:28
zumindest bei der letzten hat es mich gestört. das debut kenne ich nicht. werde ich mal anhören.
Hipecac_243 11.12.2006 | 10:57:00
(in Gedanken ganz woanders):
Die "Black One" ist soweit ich weiß auch die einzige Sunn o)))-Platte mit Gegrunze und wohl auch die Metal-lastigste.
Auf "White1" und "White2" gibts ja Vokalbeiträge (so vorhanden) meist nur in Form von Spoken-Word-Passagen; beim "My Wall"-Track mit eher amüsanten Ergebnis, bei der Sanskrit-Text-Meditation von "Decay - Nihils Maw" dann wiederum sehr unheimlich.
Faun 14.12.2006 | 19:20:10
akuma no kuma ist ganz großes Kino !
unerwarteterweiseeineplatte2006
streetframing 25.06.2009 | 20:46:48
grandios!




