BEWERTEN
 

Robert Pollard

»Normal Happiness«

[Must Destroy / Pias / Rough Trade / VÖ: 17.11.2006 ]

Text: Christian Steinbrink

Wem sollte ich denn ernsthaft noch irgendetwas über Robert Pollard erzählen wollen? Mittlerweile wird ja wohl so ziemlich jeder potenziell Interessierte von ihm oder seiner vormaligen Band Guided By Voices gehört haben und, was viel wichtiger ist, für sich entschieden haben, ob er/sie Pollard liebt oder er ihm/ihr egal ist. Denn Pollard ist so ein klassischer Fall dafür, dass sein Gewand zwar schmucklos ist, seine Songs dafür aber umso prachtvoller daherkommen. Das heißt: Entweder man spürt diese Perlen inmitten von musikalischem Gerümpel, oder man hält Pollards Musik eben nur für langweiliges, musikalisches Popgerümpel. Dementsprechend, und weil ich an dieser Stelle bisher noch nicht die Gelegenheit dazu hatte, kann ich auch nur meine eigene Meinung darstellen. Und die besagt, dass Pollard einer der vier oder fünf Menschen in der Geschichte ist, die die allerschönsten Popsongs schreiben können. Natürlich kommt mir da zupass, dass er seine Arrangements stets klein hält, dass er seine Gitarren und seinen Gesang nie glatt bügelt. Letztendlich aber waren es die Songs, die mich ihn vom ersten Kontakt an lieben ließen. Und da bildete bisher keines seiner Alben eine Ausnahme, und das wird voraussichtlich auch zukünftig so bleiben. Auf „Normal Happiness“ ist vielleicht kein Song enthalten, der das Zeug zum nächsten größten Hit hat. Dafür sind alle 16 Stücke ausnahmslos Pollard-Hits. Und werden mir wenigstens die nächsten Wochen entscheidend verschönern. Deshalb ist die Essenz an notwendigen Informationen für diese Kritik auch nur der eine folgende Satz, durch den jeder genug weiß: Es gibt eine neue Robert-Pollard-Platte.




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