BEWERTEN
 

The Killergroove Formula

»Territory: World«

[Lounge / Nova MD / VÖ: 17.11.2006 ]

Text: marco fuchs

Kaum eingeworfen, verbreitet „Territory: World“ schon Schrecken. Norbert Dickel, seines Zeichens gefürchteter Schreihals und Stadionsprecher bei Borussia „Biene Maja“ Dortmund, kündigt die „Aufstellung“ der Killergroove Formulas an. Himmel hilf! Mit einem gezielten Sprung zur Skip-Taste landet man aber schnell da, wo’s knüppelt: am Eingangsbereich zur Party. Hirn abgeben, Hose hochziehen und los.

Verzettelt sich die internationale Splittergruppe der Breakbeat-Szene ja gerne in formvollendeten Manövern jenseits der Wahrnehmungs- bzw. Tanzbarkeitszone, halten sich The Killergroove Formula an die grundlegenden Basics: fetter Bass. Punkt. Womit Lobes- und Kritikpunkt allerdings auch schon festgemacht wären, denn mehr als der schnelle Dancefloor-Kick bleibt leider nicht hängen. Hier mal noch schnell ein sicheres Gebumme eingebaut, dort ein paar fliehende Synthies zur Geltung gebracht – klar treibt das den Schweiß auf die Stirn, aber außerhalb von zappelnden Club-Zusammenhängen nimmt leider sehr schnell Langeweile die Poleposition ein. Aber nicht immer nur kaputt reden, auch mal das Positive sehen: Hätte ich zu Hause eine Festival-Anlage, würde ich vor lauter freshen Bässen wahrscheinlich euphorisch gegen die Wand springen. So bleibt nur das Breakbeat-Dilemma der Mietwohnung: Party-Tunes funktionieren nur nachts. Wem sollte man da einen Vorwurf machen? The Killergroove Formula etwa? Vergiss es, die Jungs rocken.




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