Obie Trice
»Second Round’s On Me«
[Interscope / Universal / VÖ: 15.09.2006 ]
Text:
Uwe Buschmann
Der große Schädelfick? Auf der Innenseite des CD-Inlays sieht man eine Röntgenaufnahme eines Schädels mit eindeutigem Lochfraß. Der maximale Ballerfaktor geht halt mitten durch die Stirn. Doch was genau soll uns da gesagt werden? Wenn du mir dumm kommst, geht die zweite Runde definitiv auf mich, und zwar bleiern? Rätsel, Rätsel. Alles andere ist an dem zweiten Album von Obie Trice jedoch eindeutig und klar. Es ist nicht nur wieder auf dem Label seines Kumpels Eminem erschienen, der Chef hat erneut auch den größten Teil der neuen Songs produziert. Andere Beat-Credits gehen an Akon, Emile, Jonathan Roten und Trell. Herausgekommen ist ein fast schon gesetzt anmutendes Stück solide HipHop-Arbeit mit der gewohnt selbstgerechten Dosis an Selbstbewusstsein. Natürlich unterlegt mit professioneller HipHop-Musik, die sich aus Bässen, Samples, dopem Schlagwerk und deklamierendem Chorus-Gesang zusammensetzt. State of the Art 2006. Man merkt, dass Eminem vom Besten gelernt und diesem während der gemeinsamen Studiotage aufmerksam über die Schulter aufs Mischpult geblickt hat: Dr. Dre. Perfekte Black-Erwachsenen-Musik zum Autofahren, Partymachen, Rumhängen und Durch-Großstädte-Streifen.
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