BEWERTEN
 

Boom Pam

»Boom Pan«

[Essay Recordings / Indigo]

Text: Matthias Schneider, Matthias Schneider

Dass man in Israel nicht nur Klezmer hört, darauf pochen Boom Pam, eine Surfband aus Tel Aviv. „Klezmer ist das, was außerhalb Israels populär ist, aber das ist nicht das, was hier passiert.“ Und es passiert eine Menge in der aktuellen israelischen Musikszene, die ein wilder musikalischer Stilmix prägt, in dem sich die kulturelle Vielfalt des zusammengewürfelten Volkes widerspiegelt (einen Überblick über jüdische Musik weltweit bietet der empfehlenswerte Trikont-Sampler „Shtetl Superstars“, ebenfalls in dieser Rezensionsstrecke). Der unkonventionelle Umgang mit Tradition und Moderne aus Ost und West verleiht dem Sound Israels seine Einzigartigkeit und im Besonderen der Surfmusik Boom Pams. Sie sind die Ventures des Balkans, wenn sie mit zwei Gitarren, Schlagzeug und Tuba im Polka-Rhythmus loslegen. Mit ihrer Melange aus rasenden Sirtaki-Gitarrenläufen und Highspeed-Gipsy-Blasmusik feiern sie eine trink- und tanzfreudige Beachparty. Kein Geringerer als Balkanmusik-Explorer Shantel hat das Album produziert, mit Anspruch auf sonore Authentizität. Bei den Aufnahmen wurden analoge Bandmaschinen, Hallgeräte und die Originalverstärker aus der legendären Hochzeit der Surfmusik-Ära eingesetzt. Falls Emir Kusturica einen Surf-Film planen sollte, mit Boom Pam hätte er die perfekte Filmmusikbesetzung.




Artikel kommentieren
 
  • Mehr Infos

  •  
  • Diese User besitzen die Platte

  •  
 
 

Social Network Login




Logge dich schnell und einfach mit deinen Social-Network-Zugangsdaten bei uns ein.
 
 
  • WEITERE PLATTEN

  •  
 
Anzeige
 

Platten in einem Satz

Platten in einem Satz

Neu bei Intro: Plattenkritiken in SMS-Länge! Die besten "Oneliner" gibt's hier.

 
  • THREADS ZU DIESEM ALBUM

  •