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Bright Eyes

»Noise Floor (Rarities: 1998-2005)«

[Saddle Creek / Indigo / VÖ: 22.03.2007 ]

Text: Lutz Happel, Lutz Happel

Ein Bild im Booklet: Conor Oberst sitzt lässig da, die Füße auf dem Tisch, und blickt zufrieden und selbstsicher in die Kamera. Darf er auch, nach der Masse seines Outputs, nach der Bestimmtheit seiner Mission zu urteilen. Trotzdem: Es ist immer eine schwierige Sache mit Platten, die „Rarities“, „Unreleased Recordings“ oder „The Early Years“ heißen. Manchmal sind es schlichte ABM-Maßnahmen für unausgelastete Produzenten, mitunter auch die letzte Ausfahrt für Musiker am Ende eines Weges oder – was noch trauriger ist – die Flut der plötzlich losbrechenden Posthum-Ausschlachtungen. Nichts von alledem hat mit dieser Platte zu tun: „Noise Floor“ besteht aus Singles, Unveröffentlichtem, Kollaborationen und Coverversionen, die wirklich nicht klingen, als ob sie von der langen Zeitspanne ihrer Entstehung hektisch auf eine Stunde heruntergebrochen wurden. Ganz im Gegenteil: Egal, ob von Kassette, 4-Spur oder Rechner, ob aus einem schrottigen Kellerloch oder einem amtlichen Studio – obwohl hier die gesamte Geschichte eines Songwriters von den Rändern her nacherzählt wird, ist nichts Belangloses dabei. Stattdessen 16 Songs, die zum Großteil im Minimalmodus „Gitarre mit Gesang“ entstanden, was die Eingängigkeit des Ganzen nur noch verstärkt. Das hier ist alles andere als ein Verlegenheitsoutput.




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