Red Sparowes
»Every Red Heart Shines Toward The Red Sun«
[Neurot / Southern / Cargo / VÖ: 13.10.2006 ]
Text:
Klaas Tigchelaar,
Klaas Tigchelaar
Manchmal scheint alles so einfach: Mitglieder von Isis und Neurosis gleich Red Sparowes. Da weiß der Hase eigentlich, wo er langlaufen muss. Ganz so einfach ist es aber dann doch nicht. Instrumentaler, düsterer Wall-of-Sound-Rock im unteren Mid-Tempo-Bereich, ganz klar, doch während des 62-minütigen Ausflugs in die Unterwelt bricht der Himmel zunehmend auf, die Maschine macht Pausen und schmiegt sich leise an. Da hängt Ry Cooder mit drin, ohne seine kubanischen Freunde, und auch Neil Young könnte sich Inspiration für den Score zum zweiten Teil von „Dead Man“ holen. Das vom ersten Album übernommene Konzept, bei dem die ellenlangen Songtitel die Beschreibung der einzelnen Tracks liefern und zusammengenommen eine kleine Geschichte ergeben, rückt die Platte noch näher an die Soundtrack-Abteilung. Ein dichtes, in Stimmungen badendes Album, das qualitativ durchaus an die Werke erstgenannter Bands heranreicht. Eben nicht bloß ein Seitenprojekt, was die Protagonisten im Bandinfo dick mit Textmarker unterstrichen haben.
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