BEWERTEN
 

Albert Hammond Jr.

»Yours To Keep«

[Sanctuary / Rough Trade / VÖ: 09.10.2007 ]

Text: Sascha Seiler, Sascha Seiler

Soloalben sind scheinbar wieder so richtig in Mode. Und deswegen kommt, gerade mal ein Dreivierteljahr nach dem letzten Strokes-Werk, deren Gitarrist mit „Yours To Keep“ um die Ecke. In der englischen Presse war ja anfangs zu vernehmen, man könne sich als Strokes-Fan so richtig freuen, denn Hammond weiche nicht zu sehr vom Kurs seiner New Yorker Band ab. Tut er aber. Und zwar orientiert er sich teilweise an seinem Vater, Albert Hammond Senior, dem Softpop-Barden, der mit „It Never Rains In Southern California“ noch im kollektiven Musikgedächtnis präsent ist. Eine andere, ganz große Inspiration dieses recht ruhigen und akustisch geratenen Albums scheint zudem ein weiterer Solokünstler aus einer ehemals großen Band zu sein, nämlich Paul McCartney. Man höre nur mal in „Blue Skies“ rein und vernehme die brüchige, aber liebenswürdige Stimme, die Maccas bessere Wings-Balladen auszeichnet. Dass Hammond ansonsten nicht so schön schnoddrig singt wie Kollege Julian Casablancas ist schade, tut der Musik aber auch ganz gut. Mit dabei ist übrigens auch die gesamte New Yorker Gang um Ben Kweller, Sean Lennon und eben Casablancas; aufgenommen wurde, ganz klassisch, in den Electric Ladyland Studios. Die Platte ist letztlich sehr schön geworden, vielleicht ein wenig banal, auf jeden Fall aber eine gelungene Reminiszenz an die Kunst der klanglich reduzierten Soloplatte, die seit den 70ern etwas verloren gegangen ist. Und nun, wie gesagt, langsam wiederkommt.




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