BEWERTEN
 

The World/Inferno Friendship Society

»Red-Eyed Soul«

[The Company With The Golden Arm]

Text: Tobias Mull, Tobias Mull

Im Leben wäre ich nicht drauf gekommen, dass die Band aus Brooklyn kommt. Dabei sollen sie ja so was wie Untergrund-Ikonen sein. Ich kannte sie jedenfalls nicht und dachte zunächst: „Oh, haben die Levellers statt eines Geigers jetzt ‘ne Bläsersektion?“ Denn irgendwie haben die Stücke auf der neuen CD „Red-Eyed Soul“ der Jungs und Mädels von The World/Inferno Friendship Society diese Verbindung aus Punkrock und traditionellen Klängen (hier natürlich Soul statt Folk), diese dörfliche Rotzigkeit. Auch die Sprüche im Booklet strahlen diese A-mit-dem-Kreis-drum-Seligkeit aus: „Don’t forget the struggle, don’t forget the streets.“ Schnell kommt jedoch noch mehr Soul, mehr Funk und damit mehr Großstadt dazu.

Daraus entstehen schließlich tanzbare Parolen wie „Only anarchists are pretty“, „Let’s steal everything ‘cause I want everything“ oder „If money is all you want, then money’s all you get“. Irgendwann klingt’s dann nach Morricone, und manchmal lugen auch The Clash um die Ecke. Oder waren es gar Dexys Midnight Runners? Egal, wer im Booklet einen Typen aufzählt, der für das „jail time organizing“ zuständig ist, kann kein schlechter Mensch sein. „To live outside the law you must be honest.“ The World/Inferno Friendship Society – demnächst auch in deinem Unabhängigen Jugendzentrum.



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