Antifamily
»Antifamily«
[Difficult Fun / Broken Silence / VÖ: 25.09.2006 ]
Text:
Sonja Eismann,
Sonja Eismann
„Improvised straight to hard drive“ – und dann nur noch minimale Overdubs angefügt, fertig. Das ist die DIY-Ideologie des Londoner Musikkollektivs Antifamily, die nach einer EP jetzt auch auf Albumlänge zum Tragen kommt. Die arty Antifamilie, die im Kern aus vier bis fünf Leuten besteht, bei einzelnen Projekten aber auch bis zu 15 umfassen kann, sieht sich von den Frühsiebziger-Werken von Brian Eno beeinflusst. Für uns tumbere PopkonsumentInnen klingt das in erster Linie aber nach dem kunstvoll zerfahrenen, Rhythmus-betonten Postpunk der Slits und der Raincoats – was bestimmt auch an den (stets wechselnden, Englisch, Französisch, Italienisch und mit deutschem Akzent gesungenen) Frauenvocals liegt – oder auch nach sägendem und Saxofon-trötendem New York No Wave.
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