BEWERTEN
 

Strike Anywhere

»Dead FM«

[Fat Wreck / SPV / VÖ: 01.09.2006 ]

Text: Thomas Renz, Thomas Renz

„It’s the least I can do“, begründet Homer in einer Folge der Simpsons seine Entscheidung, Apu zum obersten Boss des Kwik-E-Marts zu begleiten – nur um dann nachzuschieben: „Well, the least I could do is absolutely nothing.“ Es ist genau diese Haltung, gegen die Strike Anywhere seit nunmehr sieben Jahren und drei Alben anschreien: „We’re still screaming / For the music / The meaning / Screaming for our rights.“ Doch anstatt wie so oft im Punk beziehungsweise Hardcore allein auf zwar mitsingtaugliche, aber zu allgemein gehaltene Parolen zu setzen, versucht Sänger Thomas Barnett, seiner Botschaft durch das persönlich Erlebte ein biografisches Gesicht zu geben.

So wurde zum Beispiel „House Arrest“ hinter den Gittern einer japanischen Gefängniszelle geschrieben. Nach ihrer Einreise in das Land im Jahr 2003 wurden die Bandmitglieder voneinander getrennt, verhört und für zwei Tage festgehalten. Ohne Angabe von Gründen oder die Möglichkeit, mit irgendjemandem Kontakt aufzunehmen. Der Text ist laut den Linernotes aber auch von all denjenigen inspiriert, die schon vor der Band ohne ersichtlichen Grund in diesen Räumen inhaftiert wurden. Solange es solche Ungerechtigkeit gibt, hat diese in Strike Anywhere einen wachsamen Begleiter, der laut dem Refrain von „House Arrest“ auch jeden von uns an der Hand nehmen möchte: „I walk this wasteland with you / But it’s the least I can do.“



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