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Razoof

»Life, Love & Unity«

[Phazz-a-delic / Edel / VÖ: 28.07.2006 ]

Text: Burkhard Welz, Burkhard Welz

Es gibt immer mal wieder Alben, die genau zum richtigen Zeitpunkt erscheinen. Ganz banal z. B.: im Sommer. Ich spreche hier von Dub, so wie ihn K&D oder Rockers Hi-Fi einst interpretierten. Nein, nicht diese B-Ware diverser Straggler und Café-del-Dingsbums-Epigonen, es geht hier um die Philosophie eines Sounds, die Definition eines Lebensgefühls. Spiritualität meets Wärme. Auch wenn ich Gefahr laufe, als einsamer Rufer in der Wüste zu erscheinen, Uwe Lehr a.k.a. Razoof wird mich verstehen. Er arbeitet schon lange in diesem Sektor. Als Gründer von Nesta veröffentlichte er bereits auf Stereo Deluxe oder dem San Franciscoer Dub-House-Label Jah Love Recordings.

Für “Life, Love & Unity” hat Razoof alle Kontakte gezogen, diverse Wiederholungs-Täter (Bigga Bush, Rob Paine, Solar Moon, Stefan Obermaier, Eleven 55, Salz oder PM FM) an die Tafel gebeten, sein letztes Album zu remixen bzw. mit Dub-Spirit zu bereichern. Ein wunderbar kompaktes Rundum-Sorglos-Paket ist dabei entstanden, das aufzeigt, dass diese Form des Dub-Experiments auch mehr als zehn Jahre nach dem Boom immer noch ihre Faszination hat. Gerade dieses Communitymäßige, Hippieske hat nach wie vor Relevanz bzw. fehlt heutzutage an jeder Ecke. Ich fordere mehr Hippie-Punk-Spirit, Freiheit im Geiste, eigene Meinung, Selbstbestimmung und Verteilung der Produktionsgüter.



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