The Long Winters
»Putting The Days To Bed«
[Munich / Indigo / VÖ 08.09. / VÖ: 08.09.2006 ]
Text:
Frank Schuster,
Frank Schuster
Eine ewige Diskussion unter Indie-Fans, die sich vortrefflich – am besten in einer Kneipe, nach ein Uhr, unter Einwirkung diverser Alkoholika – bis ins Unendliche weiterführen ließe: Ist britischer Pop nicht meist ziemlich aufgesetzt, künstlich, campy, trendig oder was auch immer – und nimmt man dagegen einer Gruppe amerikanischer Jungs mit Gitarren nicht eher ab, dass das, was sie machen, irgendwie “ehrlich” ist? Natürlich ist das Quatsch. Und man kann für beide Seiten genügend Ausnahmen ins Feld führen. Doch beim Hören von The Long Winters ist der – erfrischende – Eindruck: Die scheren sich einen Dreck um Moden, Hypes und Retro-Phänomene und machen einfach ihr Ding, wie sie das vermutlich schon zu Hause in den Garagen oder Kellern ihrer Eltern, irgendwo in der US-amerikanischen Provinz, wo sie als Teenager aufwuchsen, gemacht haben.
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