BEWERTEN
 

Para One

»Epiphanie«

Text: Bernd Seidel, Bernd Seidel

Das Cover ist ein Knaller – hoffentlich explodiert dieser aber nicht in Para Ones Handtasche. Denn der ein oder andere potenzielle Interessent könnte wahrlich denken, mit diesem Hochglanz-Gonzo-Foto eines Skijacken-Modells solle er bestimmt nicht angesprochen. Doch, doch und aber ja! Das ist bloß schräger Humor – und wo ein solcher derart ohne Rücksicht auf Verluste waltet, lohnt es sich doch, schon mal genauer hinzugucken. Und so landet man bei Jean-Baptiste de Laubier aka Para One. Von HipHop kommt der Franzose nach einiger Zeit an den Laptop und dürfte dem einen oder anderen schon mal aufgefallen sein - durch seine Remixe von so namhaften Acts wie Krazy Baldhead, Ellen Allien oder Daft Punk.

Der Stil, den sein Debüt-Album verfolgt, ist zwar recht ungewöhnlich – aber auch wieder ein Stück weit typisch. Zumindest typisch für jemanden mit französischem Rap-Background und für einen Clubmusik-Quereinsteiger. Das äußert sich in den unsteten Styles, der abenteuerlichen Sprunghaftigkeit. Purismus ist Para Ones Sache nicht, aber er schafft es, den Hörer mit jedem Song aufs Neue an sich zu binden. Immer wieder neue Köder auszulegen und die Crowd zur Tanzfläche zu locken. Ein erstaunlich lockeres wie tightes Werk.



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