BEWERTEN
 

Ice Cube

»Laugh Now, Cry Later«

Text: Uwe Buschmann, Uwe Buschmann

Die 80er-Jahre, das beste HipHop-Jahrzehnt. Punkt. Das muss man halt einfach mal so sagen dürfen. Am Start: Public Enemy, Eric B. & Rakim, Boogie Down Production, De La Soul, der junge LL Cool J. Und mittendrin NWA. Mit ihrem „Fuck The Police“ brachten sie nicht nur eine musikalische Revolution auf. Damals ahnten nur wenige, was in Sachen HipHop noch alles auf uns zukommen würde: der kurze Marsch in die Pop-Charts. Eine Weltkarriere, die für die natürliche Entwicklung nicht immer gut war und zur Aufspaltung in Over- und Underground führte. Auch die Karriere von NWA-Mitglied Ice Cube schlug eine überraschende Richtung ein.

Nachdem er drei tolle Soloalben veröffentlicht hatte, verabschiedete er sich aus Compton und siedelte um nach Hollywood. Mit dem Album „Laugh Now, Cry Later“ unternimmt er jetzt bereits sein zweites Comeback als Rapper. Geblieben ist der harsche Flow, bei dem er die Reimsilben gekonnt’n’stakkatohaft ins Mikrofon stößt. Das ist rough und gut so, denn der eleganteste MC ist Ice Cube nie gewesen. Die Beats dazu bedienen sich meist von den guten alten P- und G-Funk-Welten. Auf der Gästeliste stehen Snoop Dogg, Lil Jon, WC, Kokane und Mike Epps. Ein gutes HipHop-Album, das inhaltlich die weißen Ärsche von Präsident Bush und „Gouvernator“ Arnold Schwarzenegger kickt.



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