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»Magda – She’s A Dancing Machine«

Text: arno raffeiner, arno raffeiner
[6 Kommentare]

Wer immer und überall ist, hat’s im DJ-Business geschafft, und zwar ganz nach oben. Danach kommt nur noch das jahrelange Verwalten der eigenen Superstar-Position. Magdalena Chojnacka alias Magda ist immer und überall, kein elektronisches Festival-Line-up kommt inzwischen ohne die Standardbesetzung mit ihr und ihren Freunde aus dem Hause M_nus aus, innerhalb weniger Jahre wurde sie zur globalen Gallionsfigur aus dem Kreis von Richie Hawtins Label-Bande. Zumindest ist hier mal eine Frau in die privilegierte Stellung einer absolut unverzichtbaren Fixgröße der Technowelt geraten. Ihre erste Mix-CD steht in der Tradition von Hawtins „DE9: Closer To The Edit“ und präsentiert in Perfektion jene Praxis, die sie als DJ kultiviert, maßgeblich geprägt durch die Standards „Final Scratch“ und „Ableton Live“.

Das Material, das mit diesen Mitteln kombiniert und ineinander verschachtelt wird, besteht v. a. aus M_nus-Releases und Artverwandtem; Larry Heard und Lordy (nein, nicht die Maskenparade vom „Grand Prix“) geben in der Liste noch die größten Überraschungen ab. Die Linearität des Track-nach-Track-Spielens wird aufgebrochen, aber genau diese Atomisierung individueller Stücke zugunsten eines konstanten Grooves erzeugt im Endeffekt eine Stromlinienförmigkeit und Uniformität, wie es sie bis dato kaum gegeben hat. Bloß keine Brüche bitte, kein Abbrechen des Flusses, keine Irritation, kein Schock! Dramatik wird nur durch die nach dem Willen der DJ gesetzten Breaks erzeugt – ein kurzes Aussetzen der Tanzmaschine, dann groovt es wieder weiter. Widersprüchlichkeiten und große Emotionen werden von der Tanzfläche gedrängt, geboten wird nur mehr Dienstleistung, rund um die Uhr. Aber schließlich will Magda ja auch gar nichts anderes sein als eine allzeit rund laufende „Dancing Machine“. Gehören solche grundsätzlichen Überlegungen also beiseite gewischt, wenn es um ein konkretes Release, um Magdas vortreffliche, unfehlbare Mix-CD geht? Natürlich: Das ist State of the Art, ganz große Klasse – was auch sonst? Überraschung gilt hier nämlich nicht.



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aus Intro #141 (August 2006)
 
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  • User: Nummer 47744
  • Nummer 47744 01.02.2007 | 01:27:53

    jaja. perfektion ist ganz schön eklig. scheiß streber und so, kennt man ja. aber der mix hat, das wurde in der rezi glaube ich ein bisschen unterschlagen, mehr hooks als ein anglerladen.

  • User: elec_tric
  • elec_tric 01.02.2007 | 05:15:02

    findste? mein mitbewohner hat die und ich fand ja das alles so m_nus.. es reicht mir. der letzte track war aber cool.

  • User: Nummer 47744
  • Nummer 47744 02.02.2007 | 16:06:24

    tja. hat wohl seine vorteile, in der provinz zu leben - minimalmonokulturüberdruß ficht mich nicht an :D

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