BEWERTEN
 

Awol One

»The War Of Art«

Text: Uwe Buschmann, Uwe Buschmann

Was so klingt wie das interne Ranking eines Krankenkassenverbandes oder ein neuer Anbieter für Internetzugänge, ist ein Rapper aus L.A. Awol One – ein Mikrofon-Dino aus der örtlichen HipHop-Szene. Ein Mann, der schon ewig mitmacht, nie aufgibt, aber trotzdem seine Kelloggs mit der Hand in den Mund tut. Der Platin-Löffel ist ihm bis heute verwehrt geblieben. Das ist die Geschichte vieler Straßenrapper, die nie von der Bordsteinkarte ins Penthouse umgezogen sind, weil sie noch nie zur rechten Zeit am rechten Ort waren. An den Skillz & Beats von Awol One kann es jedenfalls nicht liegen, dass er die besten Umsätze mit seinen CDs durch persönliches Verkaufen aus der eigenen Umhängetasche erzielt.

Gut, dass er als Grafik-Designer beruflich abgesichert ist und komplett ohne Bitches, BlingBling, Waffen und Crack-Nigger-Image sein künstlerisches Selbstverständnis bestreitet. Doch vielleicht gelingt ihm mit seinem neuen Album „The War Of Art“ die Wende. Mit Unterstützung von KRS-One, 2Mex, Grouch, J Zone und DJ Rhettmatic ist ein zwölf Track starkes Rapalbum entstanden, das über genügend dopes Material verfügt, um sich deutlich nach oben zu bouncen.



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