BEWERTEN
 

My Name Is Nobody

»I Hope You’re Well, I Am And I Send You My Fingers«

Text: Klaas Tigchelaar, Klaas Tigchelaar

Noch mehr New-Folk – da geht ja auch einiges in letzter Zeit. Diesmal also aus Frankreich von Vincent Dupas, der vorher mit Jonathan Seilman a.k.a. This Melodramatic Sauna gemeinsam musiziert hat. Elf kleine Liedchen, mal mit und mal ohne Begleitung, wobei Vincent mit dickem Zeigefinger auf die Einflüsse von „American music and culture as a whole“ hinweist – musikalisch soll das Palace Brothers, Leonard Cohen und auch Cash heißen. Wo die beiden Letztgenannten sich verstecken, weiß ich allerdings nicht, ich höre eher noch Cat Stevens raus, wobei Dupas wohl singenderweise die Tränen getrocknet hat, bei diesen Aufnahmen. Die Stimme zittert melancholisch durch die englischen Texte, mit französischem Akzent der eher unangenehmen Sorte.

Handwerklich durchaus solide, aber nach mehreren Hördurchgängen bleibt außer Dupas’ doch leicht nerviger Leierstimme wenig hängen. Für den lonesome Songwriter fehlt der ältesten Nation Europas einfach die Slackerhaftigkeit des neuen Kontinents.



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