Cursive
»Happy Hollow«
Text:
Sascha Seiler
Sie wollen im Jahr 2006 nur wenige Platten rausbringen, die Leute von Saddle Creek in Omaha, diese ist sicherlich eine, die sehnsüchtig erwartet wurde. Cursive sind ja immer für eine rasante Stilmischung gut, auf „Happy Hollow“ übertreffen sie sich selbst, und man weiß gar nicht so recht, wo man das jetzt einordnen soll. In erster Linie ist dieses Werk ein Konzeptalbum zwischen Thornton Wilders „Our Little Town“ und David Lynchs „Twin Peaks“, also eine Sezierung der amerikanischen Kleinstadtidylle. In den vierzehn Songs geht es um Religion, zerbrochene Kleinstadtträume – die Titelfigur Dorothy tritt mehrfach als prototypische White-Trash-Ikone auf –, den üblichen amerikanischen Wahnsinn also.
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aus Intro #141 (August 2006)
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