AFI
»Decemberunderground«
Text:
Thomas Renz,
Thomas Renz
Wären auf diesem Album drei Katzen abgebildet, die um das Logo von AFI ihre Runden drehen, das Bild von der sich selbst in den Schwanz beißenden Band wäre noch etwas stimmiger. So sind es eben drei Hasen, die wie die meisten Songs auf „Decemberunderground“ nicht so recht vom Fleck kommen wollen. Die vielen „Ahs“ des Vorgängers, für die man Sänger Davey Havok so geliebt hatte, sind verlegen hüstelnde „Ähems“ geworden, und sogar die in ihrer ganzen Euphorie so niedlichen „Ohs“ klingen drei Jahre später eher nach einem stirnrunzelnden „Oh, oh“. Da gelingt AFI mit „Sing The Sorrow“ die perfekte Legierung von ungestümer Punkband und düsterem Gothic-Image, und dann vergessen die Kalifornier auf dem Nachfolger, dass die FIFA vor den Stadionrock die Hymne gesetzt hat.
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