BEWERTEN
 

Spinform

»Bryter Tystnaden«

Text: Christoph Büscher, Christoph Büscher

Hinter dem Pseudonym Spinform verbirgt sich der Schwede Erik Möller, der auf seinem Albumdebüt eine Art elektronische Kammermusik präsentiert. Aufgenommen in einem verlassenen schwedischen Landhaus, eint die acht Tracks ein ruhiges, beinah geisterhaftes Ambiente. Als Grundlage der Stücke dient diverses Knistern und Rauschen der Geräte, aber auch viele Field-Recordings, welche die unwirkliche Atmosphäre der Aufnahmesituation verdichtet transportieren. So hört man förmlich das Knarren im Gebälk, und ein nasses, tropfendes Geräusch wird beim Opener „Imperiebyggaren“ zur Grundlage eines schleppenden Rhythmus’, auf dem sich dann eine schnarrende Gitarre verliert, während weit im Hintergrund ein stark verhalltes, verstimmtes Klavier ein paar Akkorde in den Raum wirft.

Auch wenn Sounds und Rhythmen in den weiteren Tracks an Klarheit und Definition gewinnen, hängt über allem bis zum Ende als durchgehendes Stilmittel eine Art statisches Hintergrundrauschen. Erst dieser Schleier des Unwirklichen, der verschwommen über den sparsamen Melodien liegt, macht diese Platte letztlich wirklich interessant.



Artikel kommentieren
 
  • Mehr Infos

  •  
  • Diese User besitzen die Platte

  •  
 
 

Social Network Login




Logge dich schnell und einfach mit deinen Social-Network-Zugangsdaten bei uns ein.
 
 
  • WEITERE PLATTEN

  •  
 
  • ÄHNLICHE PLATTEN

  •  
 
 
Anzeige
 

Platten der Woche

Platten der Woche

Die wichtigsten Neuerscheinungen im Überblick! [...mehr]