BEWERTEN
 

The Presets

»Beams«

Text: marco fuchs, marco fuchs

Das sieht Herrn Hell mal wieder ähnlich: The Presets live in New York sehen, sofort für International Deejay Gigolo Records unter Vertrag nehmen und sich seitdem wahrscheinlich über diesen Meistercoup scheckig lachen. Gar nicht mal so unberechtigt wurde sich allenthalben über eine gewisse Trägheit im „Rock vs. Dance“-Bereich mokiert. „Das funktioniert doch schon fünf Jahre! Warum nicht auch ein sechstes?!“ war allzu häufig die implizit mitzuhörende Maxime im letzten Jahr. Kann man jetzt aber getrost vergessen, denn The Presets geben der Sache den gewünschten Updrift. Kim Moyes (Schlagwerk) und Julian Hamilton (Gesang, Keyboards), beides ehemalige Studenten des Sydney Conservatorium of Music, sprühen nur so vor Passion.

Neo-Synthies und schwarzmalerische Gesangs-Attitüde springen gegen eine Gummiwand aus trockenen Drum-Sounds, auf dass alles in großartiger Weise übereinander fällt. Und wenn der Backlash gar zu heftig wird, kehren Rock-Elemente wieder die Tanzfläche frei, damit sich der nächste Stage-Diver fröhlich eine blutige Nase holen kann. „Verquere Romantik im 21. Jahrhundert“, hieße das wohl in Buchform, „Beams“ heißt es auf Vinyl.



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