BEWERTEN
 

The Feeling

»Twelve Stops And Home«

Text: Christian Wessels, Christian Wessels

„Ich wäre gerne Karen Carpenter im Körper von Neil Young. Und dazu hätte ich gerne die Hosen von Freddy Mercury an.“ Feeling-Sänger Dan Gillespie Sells mag es quietschebunt und durchgerührt. Seine Band folgt ihm bereitwillig und spielt melodieseligen Progpop, der das Formatradio im Sturm erobert. „Give me the song and I’ll sing it like I mean it.“ Kennt jeder. „Give me the words and I’ll say them like I mean it.“ Und weiter? Genau: „Nanana ...“ Die fünf Mittzwanziger aus Sussex und London haben den Mitsummer des Sommers am Start. Auch sonst sind sie auf der Suche nach catchy Refrains, nach den besten Hooks der 70er, 80er und 90er.

„Die Zeit der heimlichen Lieblingssongs ist vorbei“, weiß Dan. „Heute darf man Andrew Gold, ELO, Supertramp oder 10cc mögen.“ Muss man natürlich nicht. Vor einigen Jahren sind The Feeling noch als Cover-Band in den Alpen aufgetreten. Heute entstehen dort ihre Songs. „Es ist unsere spirituelle Heimat“, sagt Bassist Richard Jones. „Dort haben wir gelernt, richtig mit unseren Instrumenten umzugehen.“ Zum Beispiel ein ordentliches Brian-May-Solo oder einen hübschen McCartney-Bass rauszuhauen. „Cos you got my heart in a headlock. You stopped the blood and made my head soft. And God knows: You got me sewn.“ Nanana ...



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