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Van Hunt

»On The Jungle Floor«

Text: arno raffeiner, arno raffeiner

Schon wieder so ein Musiker wie aus dem Bilderbuch – oder wie aus dem Quelle-Katalog. Van Hunt ist ein Exemplar jener Sorte Musikgenie, das alles kann – Songs schreiben, tausend Instrumente spielen, Rockfunk mit Soul kreuzen, ein bisschen Breitwandjazz druntermischen, auch mal kleine Ferkeleien erzählen und, Überraschung!, ein Stooges-Cover bringen – und dabei auch noch fabelhaft aussieht. Van Hunt ist ein verwegen-süßer Teddybär-Rebell, der mit seinem zweiten Album „On The Jungle Floor“ also den großen Wurf versucht, der sich aber erst mal nur nach krudem Mischmasch anhört. Als konkrete Vorbilder für einzelne Songs werden die Isley Brothers und The Smiths genannt, nur klingt das Ergebnis leider eher nach Lenny Kravitz und U2.

Nicht alles an dem Album ist schlecht (das sehr coole „Suspicion“ z. B.), einiges aber auch fast grenzwertig grottig, etwa der unappetitliche Schmachtfetzen „At The End Of A Slow Dance“. Wer weiß, vielleicht findet sich irgendwann ja der Katalog, in dem das Modell „Van Hunt“ ein bisschen weniger als alles kann, das dafür aber noch mal besser.



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